09.06.2026
Tempo 30 im Gefahrenbereich der Brauweiler Straße in Sinthern: CDU und SPD vertagen konkrete Prüfung
Die Verkehrssituation auf der Brauweiler Straße in Sinthern beschäftigt Politik und Anwohner seit vielen Jahren. Die Querungshilfe im Kurvenbereich, eingeschränkte Sichtverhältnisse sowie die Nähe zu Kitas und stark genutzten Wegen sorgen insbesondere für Kinder, Familien und ältere Menschen für tägliche Unsicherheit. Nachdem sich durch die Novellierung der Straßenverkehrsordnung die rechtlichen Möglichkeiten für Tempo-30-Regelungen erweitert haben, beantragte der Bürgerverein Pulheim die Einführung von Tempo 30 auf einem Abschnitt der Brauweiler Straße fachlich prüfen zu lassen. Die Verwaltung bewertete den Vorschlag positiv und legte eine entsprechende Beschlussvorlage vor.
Doch im Ausschuss kam es anders. Aus einer konkreten Prüfung wurde ein stadtweites Verfahren. CDU und SPD brachten kurzfristig einen Änderungsantrag ein. Statt sich mit der bekannten Gefahrenstelle auf der Brauweiler Straße zu befassen, soll nun zunächst das gesamte Stadtgebiet betrachtet werden.
Damit rückt eine konkrete Prüfung der Brauweiler Straße erst einmal in weite Ferne. Wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, blieb offen. Eine erste Einschätzung soll frühestens in der Sitzung am 24. Juni erfolgen. Besonders bemerkenswert: Während in derselben Sitzung für die Orrer Straße Tempo 30 auf einem Teilstück beschlossen wurde, soll für die Brauweiler Straße zunächst das gesamte Stadtgebiet untersucht werden.
„Die Situation auf der Brauweiler Straße ist seit Jahren bekannt. Umso weniger verstehen wir, warum die bekannte Gefahrenstelle nun Teil eines stadtweiten Verfahrens wird, anstatt endlich gezielt betrachtet zu werden“, erklärt Ratsmitglied Saskia Partsch. „Gerade vor dem Hintergrund einer ohnehin stark belasteten Verwaltung hätten wir uns gewünscht, dass die bekannte Problemlage konkret bearbeitet wird.“
Wir bleiben dran – damit aus bekannten Problemen konkrete Lösungen werden.



